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Der Verein IG Sennhof engagiert sich für eine innovative, lebendige

und nachhaltige Entwicklung des Areals Sennhof nach Wegzug des Gefängnisses und der Staatsanwaltschaft aus der Altstadt. Der Wettbewerb ist noch nicht ausgeschrieben worden. Wir erwarten die Unterlagen seitens des Kantons erst im Ende August. Im Juli und August machen wir keine Sitzungen und geniessen den Sommer. 

 

Am Samstag, am 19. Mai 2018 war die IG Sennhof mit einem Infostand auf der Poststrasse präsent und diskutierte mit der Bevölkerung: über ihre Vision, über Bedürfnisse der Churerinnen an ihre Altstadt, über die Möglichkeiten genossenschaftlicher Organisation. Und über die Wettbewerbseingabe, denn die IG Sennhof will sich am bevorstehenden kantonalen Vergabeverfahren zu beteiligen.

 

In Chur soll zahlbarer Wohnraum, ein Gemeinschaftszentrum und ein öffentlicher, lebendiger Innenhof entstehen. Wie der Wettbewerb zum Haus am Arcas eindrücklich aufgezeigt hat, gibt es duzende spannende Ideen und hunderte engagierte Menschen in dieser Stadt auf der Suche nach Raum für Gewerbe, Kultur und auch Sport. Das Areal Sennhof stellt genau dafür eine einzigartige Chance dar. Der Sennhof soll wieder allen gehören!

 

Genossenschaften sind in Zürich, Basel, Luzern usw. als Motor einer lebendigen Stadtentwicklung nicht mehr wegzudenken.  Dies könnte auch in Chur so sein.

Denn Genossenschaften bauen visionär und solide, spekulationsfrei und demokratisch: Der Sennhof soll einer breit abgestützten Genossenschaft gehören, anstatt einem anonymen Investor. Davon sind wir überzeugt.

 

Der Vorstand der IG Sennhof bereitet aktuell eine mögliche Wettbewerbseingabe vor. An den rund monatlich stattfindenden Mitgliederversammlungen können sich interessierte Personen informieren und einbringen. 

 

Der Verein sucht weitere Mitglieder und Personen, die sich eine Beteiligung an der künftigen Genossenschaft vorstellen können.  

 

Lernt uns kennen, packt mit an!

Werdet Mitglied oder gar bald Genossenschafterin! 


Nächste Mitgliederversammlung: nach den Sommerferien



IG Sennhof Dokumentation ist online


In den Kinos: Zeit für Utopien! Solidarität und Kooperation jeden Tag leben und praktizieren - klingt anstrengend? Von wegen! Dass dies gar nicht so schwierig ist, zeigt der Film - u.a. anhand der Zürcher Kalkbreite. 

 

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen.

 

ZEIT DER UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen, und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann.So können 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost

versorgt werden und urbanes Wohnen ist mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird. Ein Smartphone kann auch fair produziert werden und eine ehemals dem Großkonzern Unilever-Konzern gehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung.

 


Zukunft

Was uns erwartet / Termine:

Sitzungen:

12. Juni: Quartierverein Altstadt

5. Juni: Vorstandstreffen mit Stadtpräsident Urs Marti


Timetable:

 

Mai/Juni 2018

Bildung des Investoren- und Planerteams

 

Der Investorenwettbewerb Sennhof wird vom kantonalen Hochbauamt ausgeschrieben. Wir rechnen mit einer Eingabefrist (inkl. Präqualifikation) von 8 Monaten.

     

Anfang 2019

Das Projekt «Vision Sennhof» wird eingereicht. 

     

2019

Jurierung, Vergabe und Planung.

     

2020-21

Umbau Sennhof Teil 1 (Vollzugsanstalt/AT/BT)

    

2021-22

Umbau Sennhof Teil 2 (Staatsanwaltschaft)

Rückblick

Was bereits geschehen ist:

Juni 2018

Mitgliederversammlung

zum Thema: Quartierzentrum Altstadt


Mai 2018

Standaktion auf der Poststrasse


April 2018

Exkursion in die http://teiggi-kriens.ch. 

Am 27. April 2018 fuhren wir nach Luzern und trafen uns mit den Projektverwirklichenden auf der Baustelle an der Schachenstrasse 15. Ingesamt dauerte es von der Idee bis zum Spatenstich 10 Jahre. Wir sind beeindruckt.

 

Mitgliederversammlung:

Was ist eine Genossenschaft? und wie funktioniert sie? Diesen Fragen sind wir an der letzten Zukunftskonferenz auf den Grund gegangen.

 

«Zusammen sind wir stärker!» Auf dieser einfachen Idee beruhen Genossenschaften. Genossenschaften sind Zusammenschlüsse von Personen, die gleiche oder ähnliche Ziele (zum Beispiel wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Interessen) verfolgen.

 

Der Vorstand traf Stadtrat Patrik Degiacomi

Der Bedarf nach Räumlichkeiten für Kultur, Freizeit und Gewerbe ist von der Stadt erkannt worden und wird somit stadtintern erörtert. Eine Anwort liegt noch nicht vor. 

 

Treffen der Arbeitsgruppe «Netzwerk»

In Zukunft werden Aktionen im öffentlichen Raum geplant. 

     

März 2018

Mitgliederversammlung:

Die Arbeitsgruppen «Finanzen» und «Netzwerk» wurden gegründet und werden die nächsten Schritte in diesen Bereichen planen. 

 

Es fand kurz darauf auch ein Erfahrungsaustausch zwischen dem Vorstand und einer Vertreterin der Genossenschaft Kalkbreite/Zürich statt.

 

Einladung Architekt*innen für das Investorenteam:

Zehn Architekt*innen aus Chur wurden zur Teilnahme eingeladen und konnten ihre Bewerbungen bis Ende März 2018 einreichen. Die Vergabe erfolgt nach der Ausschreibung des Inverstorenwettbewerbs.

 

Besichtigung des Gefängnisses: 

Positiver Eindruck der Gesamtanlage, insbesondere bezüglich der Raumhöhen und der Werkstätten. Der Innenhof wirkt grosszügig und urban. Durch eine lebendige und öffentliche Nutzung wird der Sennhof aus dem Dörnröschenschlag wachgeküsst.

 

Lunch-Kino «Tomorrow» im Kinocenter Quader. Im Kino zeigten wir den Film «Tomorrow». Rund 30 Personen trafen sich danach zum Gespräch und haben miteinander über Visionen für den Sennhof und für Chur diskutiert. Das Foodwaste-Lunchbuffet bestand aus Überschüssen von Bäckereien sowie Metzgereien aus Chur. 

 

Artikel im Hochparterre zum Investorenwettbewerb: «Gefängnis wird Stadt», Märzausgabe 2018:

«Wir suchen im Wettbewerb ein Projekt, das mit der städtebaulich und historisch besonderen Qualität des Sennhofs etwas anfängt. Wir werden das Wettbewerbsprogramm so formulieren, dass mit möglichst geringen baulichen Massnahmen ein gutes Haus für neuen Nutzungen gefunden wird». Markus Dünner, Kantonsbaumeister.

     

Februar 2018

Mitgliederversammlung:

Mitglieder und Interessierte erarbeiteten gemeinsam das Raumprogamm innerhalb der drei Arbeitsgruppen „Wohnen“, „Arbeiten“,  „Leben & Freizeit“.

Dank zahlreicher Synergien entsteht ein attraktives Angebot für, die zukünftigen Genossenschafter*Innen und die potenziellen Bewohner*Innen des Sennhofs. 

 

Gründung des Vereins IG Sennhof

     

Januar 2018

Workshop Kollaborativ Wirtschaften mit dem Projektentwickler und Autor Manuel Lehmann: Mit der Methode des Community Organizing zu einer zukunftsfähigen Ökonomie.

https://www.oekom.de/nc/buecher/vorschau/buch/kollaborativ-wirtschaften.html

 

Vorstandstreff mit Stadtrat Tom Leibundgut: Der Stadtrat steht der Vision IG Sennhof interessiert und wohlgesinnt gegenüber. 

     

November 2017

Xenia Bischof: Interpellation im Gemeinderat Chur.

 

Beim Workshop der Bedürfnisse II erstellten wir gemeinsam Skizzen und Collagen der Vision Sennhof für unsere Ausstellung „Die Stadt im Haus“ (23-25 November 2017).

Die Vernissage war Anlass zur Podiumsdiskussion mit Markus Dünner (Hochbauamt GR), Simon Berger (Denkmalpflege GR), Prof. Conradin Clavuot (Uni LI) und Prof. Daniel Walser (HTW Chur).

Artikel in der SO vom 25. November 2017:

Andrin Schütz: «Freigang für neue Ideen»

     

Oktober 2017

Beim Workshop der Bedürfnisse I formulierten wir gemeinsam unsere Bedürfnisse und setzten uns zum Ziel, das  Interesse am Sennhof durch Veranstaltungen mit Kanton und Stadt zu thematisieren.  

     

September 2017

Erste Sitzung "Vision Sennhof 2018"

     

August 2017

Antwort auf die Anfrage von Widmer-Spreiter: «Wie weiter mit dem Sennhof?» :

Anfang 2020 wird der Betrieb der Strafvollzugsanstalt Sennhof aufgegeben. Der Auszug der Staatsanwaltschaft erfolgt in einem zweiten Schritt Anfangs 2021.

Die Studien zum Areal Sennhof zeigen, dass er für eine Weiterverwendung Potenzial aufweist und den Standort in der Altstadt erheblich aufwerten kann. Aus städtebaulicher Sicht ist es erstrebenswert, das Areal in seiner Gebäudegrundstruktur zu erhalten und durch möglichst geringe bauliche Massnahmen zweckmässig umzunutzen.

Aus Sicht der Regierung ist zwingend ein qualitätssicherndes Vergabeverfahren durchzuführen. Ein Investorenwettbewerb bildet dazu ein Instrument, das diesen Zielsetzungen Rechnung trägt.

     

Mai 2016

Patrik Degiacomi unterstützt uns im SRF Interview:

«Die Stadt soll das Areal vom Sennhof kaufen und zur Verfügung stellen, damit man dort günstige Wohnraum schaffen kann, Kulturräume, Raum für das Gewerbe, etwas wie einen Bed & Breakfast, so dass es wieder Frequenz in der Altstadt generiert» Patrik Degiacomi, 2016

 

Vorkaufsrecht für Stadt Chur im Grossen Rat gescheitert.

 

April 2016

Auftrag BDP Fraktion zum Kauf des Sennhof:

Die BDP ist über die Entvölkerung der Altstadt besorgt, die mit der Fertigstellung des Projekts Sinergia zunehmen wird. Der Sennhof ist die letzte grosse zusammenhängende Fläche, auf der städtebaulich entscheidende Impulse gesetzt werden können.

Der Kanton darf es sich nicht leisten, ein Filetstück der Churer Altstadt an den Meistbietenden zu verkaufen. Als Ideen zur Umnutzung werden Grossverteiler, gewerbliche und kulturelle Einrichtungen sowie Hotel erwähnt.

BDP erachtet es als zielführend, wenn die Stadt Eigentümerin der Parzelle wird.

 

2015

Im Rahmen von Master- bzw. Bachelorarbeiten der Universität Liechtenstein werden nachhaltige, ökologische und ökonomische Nutzungen des Sennhofs aufgezeigt (Dozent: Conradin Clavuot, Chur).

 

2014

Studie der Liegenschaft Sennhof durch die Churer Architekten Bearth & Deplazes, im Auftrag des Hochbauamts. Darin werden die städtebaulichen Grundlagen und das Gebäude analysiert sowie Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung des Sennhofs aufgezeigt.

     

März 2013

Antwort der Regierung zur Anfrage Michel (Igis) betreffend Umnutzung Sennhof: Ein Gefängnis das Freiraum ermöglicht.