Ein GZ Altstadt-ein Haus für alle.

Mehrzweckräume mit Infrastruktur.

Gemeinschaftsräume.

 

Kurse. Kunst. Kultur.

Eine Bühne. Proberäume.

Eine Turnhalle.

 

Wir brauchen Platz. Einen Spielplatz.

Grünfläche. Gemüsegarten.

Einheimische Bäume und Pflanzen.

Biodiversität.

 

Einen Badebrunnen. Für Kinder.

Für Familien. Eine Erlebniswelt.

Ein paar Geissen. Einen kleinen Bauernhof für Alle.

Generationenübergreifendes Wohnen.

Mit kulturellem und sozialem Engagement.

Ein Hostel mit 50 Betten. 

Massenschlag.

 

Ausstellungsräume. Einen Werkraum. Eine Werkstatt.

Ateliers mit Kulturbüro von Migroskulturprozent.

Tüftler und Erfinder.

 

Kunst.Hand.Werk.Graubünden.

 

2-3 Läden, Laufkundschaft. Eine Kantine. Markt.

Bio-Küche im Restaurant und den dazugehörigen Laden.

Standortmarketing. Branding.

 

Das alles wird zum Projekt.


Die Geschichte des Sennhofs

 

Der Bau wurde 1603 vom Churer Stadtrat und bischöflichem Münzmeister Hans Jacob Wegerich (1562–1606) errichtet. Der Sennhof wurde zuerst als Wohnhaus verwendet sowie zum Teil als Landwirtschafts- und Seife produzierender Industriebetrieb. Früher mit als Sennhof genutzt,  herrschte reges mittelalterliches Treiben auf der städtebaulich schon hervorragenden Platzsituation, zwischen den bewohnten Häusern.

In 1817 wurde die Liegenschaft durch den Kanton angekauft und der erste «Zuchtanstalt» in Betrieb genommen. Sie wurde nicht als Strafanstalt geplant, sondern bestand aus Wohnhäuser und Ställe, die schrittweise dem neuen Zweck angepasst, erweitert oder abgebrochen wurden.  Der Sennhof war weder zu Beginn noch in späteren Zeiten ein Paradebeispiel moderner Gefängnisarchitektur, insbesondere im Vergleich zu einigen anderen schweizerischen Haftanstalten.

Die geschlossene Gliederung der Anlage mit der grosszügigen Innenhofsituation, wie wir sie heute kennen, ist erst im 20. Jahrhundert entstanden: Zuerst 1934 mit dem Abbruch des «gelben Blockhauses» dann vollendet mit dem Bogentrakt des Architekten Theodor Hartmann 1964 und der Bau des Betriebsgewerbegebäudes 1986.

Während nun 200 Jahren beherbergte der Churer Sennhof das Bündner Gefängnis. Mit der Inbetriebnahme der neuen Justizvollzugsanstalt Realta in Cazis wird bereits in zwei Jahren nicht nur der Haftbetrieb aufgegeben, sondern «gemäss kantonaler Immobilienstrategie» auch die Staatsanwaltschaft verlegt. Damit wird der Sennhof sozusagen nutz(ungs)los. Heute steht der Sennhof für ein bemerkenswertes Stück Churer Siedlungs- und Stadtgeschichte, für Bündner Gemeinsinn schlechthin.

 

Eckdaten der baulichen Massnahmen

1603: Errichtung des Sennhofs als Wohnhaus und für landwirtschaftliche Zwecke.

16. Jh.: Bau des Turms und der Stadtbefestigung (teilweise erhalten und denkmalgeschützt).

1817: Ankauf der Liegenschaft durch den Kanton und Inbetriebnahme der «Zuchtanstalt». Bauinventar: Runder Turm, Teil der Stadtbefestigung, Verwaltungsgebäude als Umbau des Wohnhauses, ein Stall.

1830: Umbau des Stalls zum gelben Blockhaus als Vollzugsanstalt (in Betrieb bis 1949, abgebrochen 1963).

um 1840: Neubau gegenüber dem gelben Blockhaus (heute noch Teil der Staatsanwaltschaft).

Mitte 19. Jh: Bau der Mauer um den runden Turm.

1883: Erwerb des Haus Kratz.

1886-88: Abbruch des Haus Kratz, Ersatzneubau mit Angliederung an der Verwaltung.

Um 1900: Erweiterung Richtung Baumgarten

1934: Teilabbruch und Ersatzneubau des Verwaltungsgebäudes. Staatsanwaltschaft als Gebäudeerweiterung.

1964: Abbruch des Blockhauses, Neubau Zellengebäude/Bogentrakt. Innenrenovation des Turms (Kapelle, Bibliothek), Erweiterung/Aufstockung der Verwaltung und der Staatsanwaltschaft.

1969/71: Renovation des Magazingebäudes. Einrichtung von Arbeitswerkstätte und Freizeiträume

1972/73: Einrichtung von Mehrzweckräumen, Büroeinbau für die Verwaltung, Aufenthaltsraum für Insassen.

1984-86: Abbruch und Neubau des Betriebsgewerbegebäude «Bau 85»

1991/92: Umbauten der Verwaltung und der Staatsanwaltschaft. u.a. neue Anstaltsküche, Spazierhof, Seminarraum, Lift.